DNS Lookup
Einen Namen oder eine IP direkt im DNS auflösen und die Standard-Records anzeigen.
Das DNS Lookup löst einen einzelnen Namen oder eine IP-Adresse direkt im öffentlichen DNS auf und zeigt die Standard-Record-Typen mit ihrer TTL. Es ist das Grundwerkzeug, um zu sehen, was ein beliebiger Client für einen Namen tatsächlich bekommt, unabhängig davon, was im Zonenfile stehen soll oder was der eigene Cache noch hält.
Was dieses Werkzeug prüft
Für einen FQDN fragt es einen festen Satz Typen ab: A und AAAA (Adressen), CNAME (Alias, mit aufgelöster Kette und Schleifenbegrenzung), MX (Mailserver), NS (zuständige Nameserver), TXT, SOA und CAA. Je Typ ein eigener Zweig im Baum mit der veröffentlichten TTL. Für eine IPv4- oder IPv6-Adresse läuft stattdessen der Reverse-Lookup: der PTR-Record plus die Prüfung per Forward-Confirmed Reverse DNS, ob der PTR-Name vorwärts wieder auf dieselbe IP zeigt. Erkannt und markiert werden außerdem private IP-Bereiche, IDN-Namen und mehrere PTR-Einträge.
Das Ergebnis lesen
Jeder gefundene Record steht mit Wert und TTL im Baum. Kein Eintrag für einen Typ ist normal und kein Fehler: nicht jede Zone hat MX, TXT oder CAA. Ein Hinweis erscheint bei einer aufgelösten CNAME-Kette, bei privaten Adressen in öffentlich sichtbaren Records und bei fehlendem oder mehrfachem PTR. Ein SERVFAIL oder eine lahme Delegation wird als echter Fehler gemeldet, nicht als leeres Ergebnis. Die TTL zeigt, wie lange Resolver den Wert zwischenspeichern, also wie lange eine Änderung braucht, bis sie überall sichtbar ist.
Grundlagen
Das DNS ist in RFC 1034 und RFC 1035 definiert, der AAAA-Record in RFC 3596, wichtige Klarstellungen (unter anderem zu CNAME und mehrfachen Records) in RFC 2181. Verbreitete Konfigurationsfehler sammelt RFC 1912, den CAA-Record RFC 8659. Reverse DNS über PTR unter in-addr.arpa und ip6.arpa beschreibt RFC 1035 beziehungsweise RFC 3596. Bewusst gibt es keine Enumeration: kein Subdomain-Raten, kein Anhängen einer Search-List, kein ANY, kein Zonentransfer.
Typische Fehlerbilder und wie man sie behebt
- Änderung wird nicht sichtbar. Fast immer die TTL: der alte Wert wird noch so lange gecacht, wie die frühere TTL angab. Vor einer geplanten Umstellung die TTL rechtzeitig absenken (zum Beispiel auf 300 Sekunden), danach wieder erhöhen.
- CNAME auf dem Zonen-Ursprung oder neben anderen Records. Ein
CNAMEdarf nicht mitMX,TXToderNSam selben Namen stehen und nicht am Zonen-Apex. StattdessenA/AAAAdirekt setzen oder einen ALIAS/ANAME-Record des DNS-Anbieters nutzen. - Kein oder falscher PTR. Der PTR-Eintrag wird beim Betreiber des IP-Blocks gesetzt, meist dem Hoster, nicht in der eigenen Domain-Zone. Ihn auf den echten Hostnamen setzen lassen und sicherstellen, dass dieser vorwärts wieder auf die IP auflöst (FCrDNS).
- SERVFAIL statt Ergebnis. Deutet auf eine kaputte Delegation, einen fehlerhaften DNSSEC-Zustand oder nicht erreichbare autoritative Nameserver. Die
NS-Records und deren Erreichbarkeit prüfen, bei DNSSEC den Schlüssel- und DS-Zustand kontrollieren. - Mehrere PTR-Einträge für eine IP. Zulässig, aber viele empfangende Mailserver werten nur den ersten aus. Für eine sendende Mail-IP auf genau einen eindeutigen PTR reduzieren.
Häufige Fragen
- Welche Record-Typen werden abgefragt?
- A, AAAA, CNAME, MX, NS, TXT, SOA und CAA, jeweils für genau den eingegebenen Namen. Die Liste ist fest, damit die Abfrage schlank und schnell bleibt.
- Was bedeutet die TTL bei einem Record?
- Time to live in Sekunden: so lange darf ein Resolver den Wert zwischenspeichern, bevor er ihn neu holt. Eine hohe TTL entlastet die Nameserver, verzögert aber Änderungen. Vor einer Umstellung die TTL vorher absenken.
- Warum werden keine Subdomains angezeigt?
- Das Werkzeug macht keine Enumeration, es löst nur den eingegebenen Namen auf. Eine Subdomain also direkt eingeben.
- Was passiert bei Eingabe einer IP-Adresse?
- Dann läuft ein Reverse-Lookup: der PTR-Record der IP plus die FCrDNS-Prüfung, ob der PTR-Name per A oder AAAA wieder auf genau diese IP zurück zeigt.
- Mein PTR-Record fehlt, wo setze ich ihn?
- Reverse-DNS-Einträge verwaltet der Betreiber des IP-Adressblocks, in der Regel der Hoster oder Provider, nicht die eigene Domain-Zone. Dort den PTR auf den echten Hostnamen setzen lassen.
- Warum steht bei meinem Namen 'kein SOA'?
- Einen SOA-Record hat nur der Ursprung einer Zone. Für einen Namen unterhalb der Zone liefert die SOA-Abfrage nichts, das ist normal.