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Autodiscover Check

Exchange Autodiscover prüfen: DNS-Einträge, Zertifikat und ein anonymer Endpunkt-Test auf Port 443.

Autodiscover ist der Weg, über den Outlook für eine E-Mail-Adresse den zuständigen Exchange-Server findet. Dieser Test prüft die DNS-Einträge autodiscover.<domain> und _autodiscover._tcp.<domain> (SRV) und kontaktiert daraus einen HTTPS-Endpunkt auf Port 443 (den autodiscover-Host, sonst das SRV-Ziel, sonst die Domain selbst).

Am Endpunkt wird das TLS-Zertifikat geprüft (Kette, Laufzeit und ob es den Autodiscover-Hostnamen abdeckt, was Outlook zwingend verlangt) und ein Verbindungstest gemacht: ein AutodiscoverV1-Aufruf, der bei gesundem Exchange mit 401 und den angebotenen Authentifizierungsverfahren antwortet.

Aus der Antwort lassen sich ohne jede Anmeldung Server-Informationen ableiten: die Exchange-Version aus dem X-OWA-Version-Header, interne Server- und Domänennamen sowie die Windows-Build-Nummer aus der NTLM-Aushandlung, dazu Header wie Server, X-FEServer und X-BEServer. Das ist zugleich ein Härtungsbefund. Zeigt die Domain auf Microsoft 365, endet der Test mit einem Hinweis.

Häufige Fragen

Wird eine Anmeldung versucht?
Nein. Der Test sendet nur den ersten Aushandlungsschritt (NTLM Type 1), liest die Antwort des Servers und bricht ab. Es werden nie Zugangsdaten oder ein Type-3-Token gesendet.
Warum ist eine 401-Antwort ein gutes Zeichen?
Der AutodiscoverV1-Endpunkt soll eine Anmeldung verlangen. Eine 401 mit WWW-Authenticate ist die erwartete Antwort auf einen anonymen Aufruf; eine vollständige Antwort ohne Anmeldung wäre eine Fehlkonfiguration.
Was heißt 'deckt den Autodiscover-Hostnamen nicht ab'?
Das TLS-Zertifikat auf autodiscover.<domain> muss genau diesen Namen als SAN enthalten. Ein Zertifikat nur für mail.<domain> oder owa.<domain> führt in Outlook zu einer Zertifikatswarnung.
Wie kommt der Test an die Exchange-Version?
On-Premises-Exchange sendet den Build auf vielen Versionen im Header <code>X-OWA-Version</code> mit, auch in der 401-Antwort des Autodiscover-Endpunkts. Daraus liest der Test die Version (2013 / 2016 / 2019 / SE) und ob sie noch Sicherheitsupdates bekommt. Die genaue CU steht in Microsofts Build-Tabelle.
Meine Domain nutzt Microsoft 365, warum kommt kein Testergebnis?
Bei Exchange Online läuft Autodiscover über die Microsoft-Infrastruktur (CNAME auf autodiscover.outlook.com bzw. MX auf mail.protection.outlook.com). Dort gibt es für einen externen Test nichts zu prüfen; wir zeigen nur den erkannten Zustand.